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Energiesparpotentiale für das Eigenheim nutzen - Maler und Lackierer helfen

Ab Januar 2006 wird der Energiepass auch für Altbauten Pflicht. Dann muss bei jedem Nutzerwechsel einer Wohnung oder Eigentümerwechsel des Gebäudes ein Zertifikat über den Energiebedarf des Gebäudes vorliegen. Das ist vergleichbar z.B. mit den Energieeffizienzklassen, die jeder beispielsweise für Kühlschränke kennt.

Im Grunde geht es aber auch darum, dass jeder neue Mieter oder Eigentümer eines Gebäudes Informationen zu den laufenden Kosten eines Gebäudes, die im wesentlichen durch seinen Energieverbrauch bestimmt werden, erhält. Schließlich informiert sich jeder beim Autokauf auch über dessen Spritverbrauch. Grund also, sich jetzt schon Gedanken über Maßnahmen, die den Energieverbrauch des Hauses senken und damit seinen Wert steigern. Vor dem Hintergrund steigender Ölpreise wird die Amortisation einer solchen Investition in immer kürzerer Zeit möglich, außerdem gibt es zahlreiche Förderprogramme, die einen hohen Anreiz für Investitionen in Energiesparmaßnahmen darstellen. Eine der wirkungsvollsten Maßnahmen Energie zu sparen ist sicherlich die Dämmung der Gebäudehülle, sprich das Wärmedämm-Verbundsystem, bei dem das Mauerwerk mit Polystyrol oder mineralischen Dämmstoffen isoliert wird und Energieeinsparungen bis zu 30 % ermöglicht.

Vorher Nachher
Foto: Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme

Ein Beispiel aus der Gebäudetypologie der Stadt Essen von Mai 2001

Ein typisches freistehendes Einfamilienhaus, erbaut in den 50er Jahren (1949 - 1959), verliert 29 % seiner Energie über die Außenwände und 37 % über die Dachfläche. Wenn also der Heizenergieverbrauch nachhaltig gesenkt werden soll, muss an diesen beiden Punkten angesetzt werden. Wenn auch die Kosten für eine Wärmedämmung, für sich allein betrachtet, relativ hoch erscheinen (die Essener Gebäudetypologie kalkuliert mit ca. 95,00 €/m² Wandfläche), relativiert sich dieser Preis, wenn man berücksichtigt, dass solche Maßnahmen im Zuge eh fälliger Renovierungsmaßnahmen durchgeführt werden sollten. Dann liegen die Mehrkosten für die Dämmmaßnahme nur noch bei 40,00 €/m² und ermöglichen eine Energieeinsparung von ca. 25 %.

Wo gibt es genaue Informationen zum Thema?

Wer mehr als allgemeine Aussagen haben will und genau wissen möchte, wie sein Gebäude energetisch dasteht, ob und welche Energiesparmaßnahmen sich lohnen, der findet z.B. bei den Energieberatern im Maler- und Lackiererhandwerk kompetente Ansprechpartner. Empfehlenswert ist auch der vom Land NRW geförderte Energiespar-Check NRW, der für 25,00 € eine Bestandsaufnahme durch speziell ausgebildete Handwerker und damit einen Einstieg in die detaillierte Planung bietet. Die Verbraucherzentralen des Landes NRW können ebenfalls diesen Service anbieten. Wenn also Renovierungen, wie ein neuer Fassadenanstrich oder ein neuer Putz sowieso anstehen, empfiehlt es sich dringend, über das Thema Wärmedämmung nachzudenken. Ab 2006 werden "energetisch schlechte" Gebäude einen Wettbewerbsnachteil haben. Dämmmaßnahmen dienen also der Werterhaltung des Gebäudes, der Umwelt und nicht zuletzt dem eigenen Geldbeutel.

Ansprechpartner:

Theodor Bicking weitere Adressen über die Energieagentur NRW www.ea-nrw.de und die Verbraucherzentralen des Landes NRW: www.vz-nrw.de.

Autor: Oliver Nicolai
Veröffentlichungsdatum: 16.06.2004 16:15
URL: http://www.maler-lackierer-nrw.de/index.php/article/articleview/228/1/3